Anzeige / Werbung: Dieser Artikel kann Affiliate-Links enthalten, die mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet sind. Kaufen Sie über einen solchen Link ein, erhalten wir vom Händler eine Provision – für Sie entstehen keine Mehrkosten. Unsere Bewertungen bleiben davon unabhängig. Mehr dazu, wie wir uns finanzieren.
Eine passende Matratze für Allergiker kann den Unterschied zwischen unruhigen Nächten und erholsamem Schlaf ausmachen. Wer unter einer Hausstauballergie leidet, verbringt besonders viel Zeit in direktem Kontakt mit der Matratze – und genau dort fühlen sich Hausstaubmilben am wohlsten. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Materialien für Allergiker geeignet sind, worauf Sie bei Bezug und Pflege achten sollten und mit welchen zusätzlichen Maßnahmen Sie die Belastung durch Allergene spürbar senken.
Inhaltsverzeichnis
Warum die richtige Matratze für Allergiker so wichtig ist
Hausstaubmilben ernähren sich von menschlichen Hautschuppen und bevorzugen ein warmes, leicht feuchtes Klima – genau das, was in einer Matratze durch nächtliches Schwitzen entsteht. Nicht die Milben selbst, sondern ihr Kot löst bei vielen Menschen allergische Reaktionen aus: verstopfte Nase, tränende Augen, Niesen oder sogar asthmatische Beschwerden. Da wir bis zu acht Stunden täglich in der Matratze liegen, hat die richtige Wahl direkten Einfluss auf die Symptome. Genau deshalb lohnt sich eine bewusste Entscheidung für die passende Matratze für Allergiker.
Nach Angaben des Deutschen Allergie- und Asthmabunds gehört die Hausstauballergie zu den häufigsten Allergieformen in Deutschland. Betroffene sollten daher besonders auf Matratze, Bezug und Schlafzimmerhygiene achten.

Welche Matratzenmaterialien für Allergiker geeignet sind
Kaltschaum
Kaltschaum bietet Hausstaubmilben aufgrund seiner glatten, geschlossenporigen Struktur wenig Nährboden. In Kombination mit einem waschbaren Bezug ist Kaltschaum eine der allergikerfreundlichsten Optionen. Mehr zum Material erfahren Sie im Vergleich Kaltschaum oder Taschenfederkern.
Naturlatex
Latex hat von Natur aus eine gewisse antimikrobielle Wirkung und ist für viele Allergiker gut verträglich. Wichtig ist ein Zertifikat wie OEKO-TEX Standard 100, das eine Schadstoffprüfung bestätigt. Bei einer bestehenden Latexallergie ist dieses Material allerdings ungeeignet – hier sollte vorab ärztlicher Rat eingeholt werden.
Taschenfederkern
Ein Taschenfederkern bietet durch seine gute Belüftung ein trockeneres Mikroklima, in dem sich Hausstaubmilben schwerer vermehren. In Kombination mit einem hochwertigen, milbendichten Bezug ist auch dieser Matratzentyp für Allergiker geeignet.
Was Sie eher meiden sollten
Naturmaterialien wie unbehandelte Rosshaar- oder Wollfüllungen können mehr Feuchtigkeit speichern und bieten teils mehr Angriffsfläche für Milben, sofern sie nicht speziell aufbereitet wurden. Das bedeutet nicht, dass diese Materialien grundsätzlich ungeeignet sind – achten Sie aber besonders auf Zertifizierungen und Pflegehinweise.
Der Bezug ist mindestens so wichtig wie der Kern
Für Allergiker ist der Bezug oft entscheidender als das Material im Inneren der Matratze. Achten Sie auf folgende Merkmale:
- Abnehmbar und bei mindestens 60 °C waschbar: Nur bei dieser Temperatur werden Hausstaubmilben zuverlässig abgetötet.
- Engmaschiges, dicht gewebtes Gewebe: Es erschwert Milben das Eindringen in tiefere Schichten.
- Encasing-Bezüge (milbendichte Hüllen): Diese speziellen Bezüge umschließen die gesamte Matratze und gelten als eine der wirksamsten Maßnahmen gegen Hausstauballergien.
- OEKO-TEX oder vergleichbare Zertifizierung: Bestätigt, dass Textilien auf Schadstoffe geprüft wurden.

7 zusätzliche Tipps für Allergiker
- Schlafzimmer täglich lüften: Mindestens 10 bis 15 Minuten Stoßlüften senkt die Luftfeuchtigkeit, die Hausstaubmilben zum Überleben brauchen.
- Raumtemperatur niedrig halten: Ideal sind 16 bis 18 °C – wärmere Räume begünstigen die Milbenvermehrung.
- Bettwäsche wöchentlich bei 60 °C waschen: Das reduziert die Allergenbelastung deutlich.
- Matratze regelmäßig absaugen: Ein Staubsauger mit HEPA-Filter entfernt Hautschuppen und Milbenkot besonders gründlich. Eine ausführliche Anleitung finden Sie im Ratgeber Matratze reinigen.
- Encasing-Bezüge für Matratze, Kissen und Bettdecke nutzen: So wird die Allergenbelastung an der Quelle reduziert.
- Teppiche und Vorhänge im Schlafzimmer reduzieren: Textilien sammeln zusätzlichen Hausstaub.
- Matratze nach 8 bis 10 Jahren austauschen: Mit der Zeit reichert sich in jeder Matratze eine erhebliche Menge an Hausstaub und Milbenkot an, unabhängig vom verwendeten Material.

Vergleichstabelle: Matratzenmaterialien für Allergiker
| Material | Milbenfreundlichkeit | Belüftung | Empfehlung für Allergiker |
|---|---|---|---|
| Kaltschaum | gering (glatte Struktur) | gut | sehr gut geeignet |
| Naturlatex (zertifiziert) | gering | gut | gut geeignet, außer bei Latexallergie |
| Taschenfederkern | gering bis mittel | sehr gut | gut geeignet |
| Visco-/Gelschaum | gering | befriedigend | geeignet, auf Bezug achten |
| Unbehandelte Naturfasern | höher, je nach Aufbereitung | unterschiedlich | nur mit Zertifizierung empfehlenswert |
Auch Kissen und Bettdecke gehören zum Konzept
Eine allergikerfreundliche Matratze allein reicht selten aus, wenn Kissen und Bettdecke nicht mitziehen. Auch hier gilt: abnehmbare, bei 60 °C waschbare Bezüge und wenn möglich synthetische oder speziell aufbereitete Füllungen statt unbehandelter Naturfedern. Encasing-Bezüge gibt es mittlerweile nicht nur für Matratzen, sondern auch passend für Kopfkissen und Bettdecken – für einen vollständigen Schutz sollten Sie alle drei kombinieren.
Wenn Kinder betroffen sind
Bei Kindern mit Hausstauballergie gelten dieselben Grundprinzipien, jedoch mit einem zusätzlichen Aspekt: Kindermatratzen sollten besonders sorgfältig auf Schadstofffreiheit geprüft sein, da Kinder empfindlicher reagieren können. Achten Sie auf Zertifikate wie OEKO-TEX Standard 100 und waschen Sie Bettwäsche in Kinderzimmern noch etwas häufiger als im Elternschlafzimmer. Bei anhaltenden Beschwerden sollte in jedem Fall ein Kinderarzt oder Allergologe hinzugezogen werden.
Passenden Härtegrad und Größe trotzdem beachten
Auch wenn die Allergikerfreundlichkeit im Vordergrund steht, sollten Sie Härtegrad und Matratzengröße nicht vernachlässigen. Eine Matratze, die zwar allergikerfreundlich, aber zu weich oder zu klein ist, führt langfristig zu anderen Problemen wie Rückenschmerzen. Passende Informationen finden Sie in unseren Ratgebern zum Härtegrad der Matratze und zur Matratzengröße.
Wer die vorhandene Matratze zusätzlich auffrischen möchte, kann auch über einen waschbaren Topper nachdenken. Mehr dazu im Ratgeber Matratzentopper.
Matratze für Allergiker in der Mietwohnung
Auch ohne bauliche Veränderungen können Mieter einiges tun, um ihre Matratze für Allergiker geeigneter zu machen. Ein guter Ausgangspunkt ist die konsequente Nutzung von Encasing-Bezügen, die sich unabhängig von der vorhandenen Matratze nachrüsten lassen. Zusätzlich hilft es, den Teppichboden im Schlafzimmer wenn möglich durch glatte Böden zu ersetzen oder zumindest regelmäßig mit einem HEPA-Staubsauger zu reinigen.
- Encasing nachrüsten: unabhängig von der Matratze selbst möglich
- Teppiche reduzieren: weniger Fläche für Hausstaub
- Stoßlüften statt Kipplüften: senkt die Luftfeuchtigkeit schneller
- Waschtemperatur beachten: mindestens 60 °C für Bettwäsche
Auch für eine Matratze für Allergiker in kleinen Wohnungen mit wenig Lüftungsmöglichkeiten lohnt es sich, kurze, aber kräftige Stoßlüftungen mehrmals täglich einer dauerhaft gekippten Fensterstellung vorzuziehen. So sinkt die Luftfeuchtigkeit spürbar schneller, was Hausstaubmilben das Überleben erschwert.
>
Matratze für Allergiker: Kaufkriterien im Überblick
Bevor Sie sich für ein bestimmtes Modell entscheiden, lohnt sich ein strukturierter Blick auf die wichtigsten Kaufkriterien. Eine gute Matratze für Allergiker erfüllt idealerweise alle der folgenden Punkte gleichzeitig, nicht nur einzelne davon.
Zertifizierungen prüfen
Ein OEKO-TEX-Zertifikat oder ein vergleichbares Prüfsiegel zeigt, dass Matratze und Bezug auf Schadstoffe getestet wurden. Für eine Matratze für Allergiker ist das ein wichtiges, aber oft übersehenes Kriterium, da Schadstoffe zusätzlich zu Hausstaubmilben Reizungen der Atemwege begünstigen können.
Bezug und Reißverschluss testen
Öffnen und schließen Sie den Reißverschluss im Geschäft probeweise. Ein hochwertiger, allergikerfreundlicher Bezug lässt sich leicht abnehmen, ohne zu klemmen, und ist rundum vernäht, damit keine Lücken für Hausstaub entstehen.
Lieferzeit für Encasing einplanen
Wenn Sie zusätzlich zur Matratze einen Encasing-Bezug bestellen möchten, sollten Sie dies gleich mit einplanen. Encasing-Bezüge werden häufig separat gefertigt und haben teils längere Lieferzeiten als die Matratze selbst.
Checkliste: Matratze für Allergiker richtig auswählen
Diese kurze Checkliste fasst die wichtigsten Schritte zusammen, wenn Sie gezielt eine Matratze für Allergiker suchen:
- Material wählen: Kaltschaum, Taschenfederkern oder zertifizierter Naturlatex
- Zertifikate prüfen: OEKO-TEX Standard 100 oder vergleichbar
- Bezug testen: abnehmbar, bei 60 °C waschbar, dicht vernäht
- Encasing einplanen: für Matratze, Kissen und Bettdecke
- Pflege einhalten: wöchentliches Waschen, regelmäßiges Absaugen und Lüften
- Austausch nicht aufschieben: spätestens nach 8 Jahren neu bewerten
Häufige Fragen zur Matratze für Allergiker
Welche Matratze ist am besten für Hausstauballergiker?
Kaltschaum- und Taschenfederkernmatratzen mit einem abnehmbaren, bei 60 °C waschbaren Bezug gelten als besonders allergikerfreundlich. Noch wirksamer wird der Schutz durch einen zusätzlichen Encasing-Bezug.
Hilft ein Encasing wirklich gegen Hausstaubmilben?
Ja. Encasing-Bezüge gelten laut vielen Allergieexperten als eine der wirksamsten Einzelmaßnahmen, weil sie Milben und ihre Ausscheidungen vollständig einschließen und den Kontakt zur Haut verhindern.
Wie oft sollte eine Matratze für Allergiker gewechselt werden?
Auch bei guter Pflege sammelt sich in jeder Matratze über die Jahre Hausstaub an. Für Allergiker empfiehlt sich ein Wechsel nach spätestens 8 Jahren, bei starken Beschwerden gegebenenfalls früher.
Kann man eine bestehende Matratze allergikerfreundlicher machen?
Ja, mit einem Encasing-Bezug, regelmäßigem Waschen der Bettwäsche bei 60 °C und gründlichem Absaugen lässt sich die Allergenbelastung einer vorhandenen Matratze deutlich reduzieren.
Fazit: So finden Allergiker die passende Matratze
Für Allergiker zählt neben dem Matratzenmaterial vor allem der Bezug: abnehmbar, bei 60 °C waschbar und idealerweise durch einen Encasing-Bezug ergänzt. Kaltschaum und Taschenfederkern gelten als besonders geeignete Materialien. Kombiniert mit regelmäßigem Lüften, Waschen und Absaugen lässt sich die Belastung durch Hausstaubmilben spürbar senken. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden sollten Sie zusätzlich ärztlichen Rat einholen. Weitere Kaufberatung finden Sie in unserem Ratgeber-Bereich.

